Montag, 30. Juni 2014

Domine

Domine, adiutor meus, et redemptor meus.

Freitag, 27. Juni 2014

Altöttinger St-Anna-Basilika - das letzte Mal ein harmonisches Ganzes?

Derzeit noch kein festgemauerter Fremdkörper im Altarraum der Altöttinger St.-Anna-Basilika

Die Sanierung der Altöttinger St.-Anna-Basilika ist nun gut voran geschritten und auf den ersten Blick erstrahlt das Gotteshaus im selben Glanz wie zuvor. Nur die etwas banalen Beleuchtungskörper stören den Gesamteindruck ein wenig.



Jedes einzelne Restaurationsvorhaben ist ja zu einem guten Teil von Spenden getragen, jedes neu verlegte Kabel, jedes frisch polierte Engelchen hat einen eigenen Spenden-Paten. Im Eingangsbereich der Basilika ist auf Schautafeln jedes zu restaurierende Objekt einzeln dokumentiert und jene, die einen Spender gefunden haben, sind mit einem Punkt markiert. Alles in allem sind dabei keine gröberen Eingriffe in das wunderbar stimmige Ensemble der St.-Anna-Basilika festzustellen, bis auf zwei Ausnahmen: Ein steinerner freistehender Altar in Form eines in die breite gezogenen Kelches im Anschaffungs"wert" von 56.000.- Euro und ein steinerner Ambo um 26.000.- Euro.

Erfreulicherweise sind diese beiden Artefakte noch mit keinem Punkt versehen, haben also demnach auch noch keinen Spender gefunden. Anscheinend hält sich das Verlangen der Bevölkerungen nach diesen Modernisierungen sehr in Grenzen; diese wachsen wie so oft nicht aus der Bevölkerung natürlich hervor, sondern werden von außen aufgepfropft, um nicht zu sagen oktroyiert. Wie aber den Münchner Kirchennachrichten (http://www.muenchner-kirchennachrichten.de/meldung/article/40-kilometer-kabel-und-ein-eingehaltener-kostenplan.html) zu entnehmen ist, soll der neue Altar bereits am 12. Oktober 2014 eingeweiht werden. Nun lässt sich ja über Geschmack bekanntlich nicht streiten. Ob aber diese beiden neuen völlig stilfremden Steinobjekte die Andacht der Pilger und Beter fördern werden darf bezweifelt werden. Wieder einmal wird ein stimmiges und harmonisches Ganzes eines Gottesdienstraumes mithilfe der zweifelhaften Segnungen des Zeitgeistes nachhaltig gestört werden.

Montag, 18. November 2013

Im Lichte der Geschichte


Im Jahr 2015 werden wir das 10. Jubiläum unserer Kommende feiern; im Jahre 2018 das 800jährige Bestehen unseres Ordens. Im Jahre 2007 behauptete der damalige Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, öffentlich, dass es sich bei der Wiener Kommende der Mercedarierritter (Compagnia di Santa Maria della Mercede oder Cavalieri della Mercede) um einen "falschen Mercedarierorden" handle. So musste die Ordenskongregation im Vatikan auf Nachfrage von kath.net die Feststellung treffen, dass der Mercedarierorden päpstlich anerkannt ist und dass die Ritter des Mercedarierordens ein ordentlicher Laienzweig des Ordens sind. Weiters wird bestätigt, dass die Errichtung der Wiener Kommende der Ritter des Mercedarierordens durch den Mercedarierorden der Erzdiözese Wien ordentlich gemeldet wurde und dass der Erhalt dieser Meldung durch die Erzdiözese Wien bestätigt wurde:

Der Mercedarier-Orden ist definitiv römisch-katholisch. Das hat der Vatikan am Montag in einer Stellungnahme gegenüber KATH.NET nach einer Anfrage ausdrücklich bestätigt. In einer KATH.NET vorliegenden schriftlichen Stellungnahme der vatikanische Ordenskongregation vom 31. Januar 2007 heißt es wörtlich: „Wie auch aus dem Päpstlichen Jahrbuch ersichtlich ist, wurden die Mercedarier 1218 als Orden gegründet und 1235 approbiert als Ordo B. Mariae Virginis de Mercede. Seit 1960 zählen die Mercedarier zu den Bettelorden. Gegenwärtig ist P. Tolu Giovanno der Großmeister dieses Ordens. Das Generalat befindet sich in Rom. Dem Orden ist ein privater Laienverein angeschlossen, die Compagnia di Santa Maria della Mercede.“

Der ursprüngliche Anlass für die Diskussion um den Mercedarier-Orden waren die FPÖ-interne Streitigkeiten zwischen H. C. Strache und Ewald Stadler sowie in die Öffentlichkeit gelangte Fotos. Auf einem der Fotos ist Ewald Stadler im Ordensgewand bei einer Veranstaltung des Mercedarier-Orden zu sehen. Für Erich Leitenberger, Pressesprecher der Erzdiözese Wien und Chefredakteur der "kathpress", handelte es sich bei dem im Internet präsentierten Orden um einen "falschen Mercedarier-Orden", der "mit der katholischen Kirche sicher nichts zu tun hat". Der Orden sei „illegal“. Leitenberger behauptete weiters, dass es in Österreich seit 1782 keinen „Mercedarier“-Orden mehr gäbe und dass die „Mercedarier“ außerdem kein Ritterorden seien. "Es gibt eine Fülle von selbstgegründeten Ritterorden, die nicht kirchlich anerkannt sind. Es gibt leider zu jedem katholischen Orden eine illegale Zweitausgabe, so auch bei den Maltesern oder Grabesrittern“, meinte Leitenberger, der diesen Fall als eine „Sache der "Lefebvre-Anhänger“ einstufte.

Der Mercedarier-Orden kritisierte daraufhin die Aussagen von Leitenberger und betonte, dass seine Behauptungen "jeder Grundlage" entbehren. "Die Mitglieder der Wiener Mercedarierkommende wurden in Rom vom Generalmagister (Generaloberen) des Mercedarierordens, P. Giovannino Tolu, in die dem Orden angegliederte Laiengemeinschaft "Compagnia di S. Maria della Mercede" aufgenommen und haben die Erzdiözese Wien davon in Kenntnis gesetzt. Das Erzbischöfliche Ordinariat bestätigte den Erhalt dieser Mitteilung."

http://kath.net/news/15909

Donnerstag, 14. November 2013

Gran Consilio, 9. November 2013

Am 9. November dieses Jahres fand in Turin,  in der Basilica di Superga, eine Versammlung des Großrates (Gran Consilio) der Ritter des Mercedarierordens statt.


Freitag, 11. Oktober 2013

Geschichte des Mercedarierordens auf dem YouTube-Kanal der Ordens

Die US-Provinz des Mercedarierordens hat unter folgendem Link eine umfangreiche Videosammlung in ihrem YouTube-Channel zur Verfügung gestellt:
http://www.youtube.com/user/Mercedarian

Im folgenden Interview spricht Fr. Joseph Eddy O. de M. über die Geschichte unseres Ordens und erwähnt auch, dass wir ursprünglich 1218 als "military order", also als militärischer bzw. Ritterorden gegründet wurden, bevor wir im frühen 17. Jh. ein Mendikanten- also Bettelorden wurden. (ab Min. 05:20)
Die Langform des Ordensnamens auf Englisch lautet Order of the Blessed Virgin Mary of Mercy for the Redemption of Captive Christians, die Kurzform: Order of Mercy oder nur Mercedarians.
Interessant ist auch was Fr. Joseph über den Wappenschild (vier rote Längsstreifen auf goldenem Grund, also das Wappen von Aragon, darüber das weiße Kreuz der Kathedrale von Barcelona, beides gekrönt von der aragonesischen Königskrone) sagt: Durch das Wappen des Königs genossen die Mercedarier einen gewissen Schutz, wenn sie sich im (muslimischen) Feindesland aufhielten, um Gefangene und Sklaven freizukaufen. Ein Angriff auf sie wäre als Kriegserklärung gegen die Krone von Aragon gewertet worden.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Feier des Patroziniums des Mercedarierordens

Wie jedes Jahr beging die Wiener Kommende der Mercedarierritter die Feier des Patroziniums des Mercedarierordens, den Festtag Unserer Lieben Frau vom Loskauf der Gefangenen, nach dem alten liturgischen Kalender am 24. September mit einer Mitternachtsmette (0 Uhr). Ein Abend mit (Stunden-)Gebet und Einkehr fand in Feier des hl. Messopfers seinen Abschluss. Die Wiener Mercedarier leben nicht in klösterlicher Gemeinschaft sondern stehen, als Angehörige des Laienzweig des Ordens, in der Arbeits-und Berufswelt, sind vielfach Familienväter oder -mütter. Anlässe wie die feierliche Begehung des Patroziniums oder andere Einkehrtage sind Gelegenheit, sich im Gebet mit dem klösterlichen Zweig des Ordens zu vereinen und gemeinsam für die weltweit verfolgten Christen zu beten. In diesem Zusammenhang ist auch die (oft versteckt und schleichend voranschreitende) strukturelle Verfolgung des Christentums im ehedem christlichen Abendland zu erwähnen.


Montag, 2. September 2013

Die "alte Messe" in der Karlskirche

Nach der Sommerpause, ab 2. September, gibt es in der Wiener Karlskirche wieder jeden ersten Montag im Monat jeweils um 19.00 Uhr eine heilige Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus. Die organisatorische Leitung liegt bei der Una Voce Österreich. Mitglieder unserer Kommende unterstützen in der Organisation, leisten Altardienst und sind für die musikalische Gestaltung verantwortlich.

 

St. Karl Borromäus
Kreuzherrengasse 1
1040 Wien

S. Stephanus, Confessor
2. September 2013 19:00 - St. Karl, Wien IV
Choralamt in der Karlskirche
es singt die Schola Medicea
Orgel: Roman Chlada

B. M. V. de Rosario
7. Oktober 2013 19:00 - St. Karl, Wien IV
Choralamt in der Karlskirche
es singt die Schola Medicea
Orgel: Roman Chlada

S. Carolus Borromaeus, Confessor & Episcopus
4. November 2013 19:00 - St. Karl, Wien IV
Bischofs-Hochamt in der Karlskirche
musikalische Leitung und Orgel: Roman Chlada

S. Bibiana, Virgo & Martyr
2. Dezember 2013 19:00 - St. Karl, Wien IV
Choralamt in der Karlskirche
es singt die Schola Medicea
Orgel: Roman Chlada