Auch dieses Jahr wieder fand die Elternwallfahrt der Wiener Mercedarierkommende am 15. August, zu Mariahimmelfahrt, statt. Wir trafen uns in der Kirche in Annaberg, um von dort ein kleines Stück entlang der Via Sacra auf den Joachimsberg zu pilgern, wo wir die heilige Messe feierten. Nun schon zum sechsten Mal in Folge erweisen wir so den heiligen Eltern der Gottesmutter die Ehre und bitten sie um ihren himmlischen Beistand für die Familien.
Dienstag, 21. September 2021
Montag, 14. Januar 2019
Die wahre Opfergesinnung ist Bedingung für die Berufung zum christlichen Ritter
Neu veröffentlicht bei https://bundsanktmichael.org/2019/01/11/hugo-rahner-das-unsterbliche-erbe-des-abendlaendischen-rittertums/
Der katholische Theologe und Jesuit Hugo Rahner (1900-1968) ist vor allem durch seinen Einsatz für die Verteidigung des abendländischen Gedankens in Erinnerung geblieben. Das christliche Abendland empfand er als ein hohes Gut, das es verdient, bewahrt zu werden.
Er verfasste in diesem Zusammenhang 1959 einen Aufsatz, in dem er das zeitlose Erbe des abendländischen Rittertums beschrieb.1 Dessen Ideale seien die Antwort auf die Probleme einer „im Wohlstand alt und fett gewordenen Welt“.
Das Urbild des Ritters
Rahner sprach von einem „Urbild vom Reiter“, das in den Mythen der Menschheit beschrieben werde und in vielen Hochkulturen vorhanden sei. Das antike Griechenland und Rom habe Vorläufer des Rittertums gekannt und das Ideal des im Dienst am Gemeinwesen stehenden Bürgers gepflegt. Hier sei bereits ein Ehrenkodex des im Dienst an höheren Dingen stehenden Kämpfers vorhanden gewesen, welcher „der Adelige im besten Sinne des Wortes“ sei. Das christliche bzw. das abendländische Rittertum habe auch an dieses heidnisch-antike Erbe angeknüpft.
Jesus Christus: Der erste Ritter
Das Alte Testament habe Jesus Christus als „gottgesandten Reiter“ angekündigt. Hier sei „ein Reiter in leuchtend weißem Gewand, der eine goldene Bewaffnung schwenkte“ beschrieben worden, der das Volk Gottes im Kampf gegen seine Feinde anführe. Dieses Bild finde sich in der Offenbarung des Johannes im Neuen Testament wieder:
„Dann sah ich den Himmel offen und siehe, da war ein weißes Pferd und der, der auf ihm saß, heißt: Der Treue und Wahrhaftige; gerecht richtet er und führt er Krieg. […] Bekleidet war er mit einem blutgetränkten Gewand; und sein Name heißt: Das Wort Gottes. Die Heere des Himmels folgten ihm auf weißen Pferden; sie waren in reines, weißes Leinen gekleidet. Aus seinem Mund kam ein scharfes Schwert; mit ihm wird er die Völker schlagen. Und er weidet sie mit eisernem Zepter und er tritt die Kelter des Weines, des rächenden Zornes Gottes, des Herrschers über die ganze Schöpfung. Auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte trägt er den Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.“2Sowohl das Alte als auch das Neue Testament hätten Christus als Ritter beschrieben, weil diese kämpfende Form des Dienstes ein Weg der Nachfolge Christi sei:
„Das ist der Reiter Christus. Der Ritter, unser König und Herr. Das ist der apokalyptische Reiter des weltgeschichtlichen Sieges, den er durch den Bluttod am Kreuz errungen hat. […] Das ist der Ritter Christus, der durch die Jahrtausende der Weltgeschichte reitet, der König, der Freie, der die Erde unter sich hat, der erhaben ist und dienend, anführend und als letzter das Kampffeld räumend. Das ist der Herr Jesus Christus, der bis in den Tod getreu war und dafür die königliche Krone des Lebens erhielt […]. […] Der Herr ist, wie das Wort der Geheimen Offenbarung andeutet, König geworden gerade durch seine Hingabe in den Tod, im Blutvergießen des Kreuzestodes.“3Der Sieg über die Welt durch den in bedingungsloser Nächstenliebe erlittenen dienenden Tod bezeuge das Herrentum und das Königtum Christi, der mit „Herrlichkeit und Ehre gekrönt“ sei. Rahner betonte in diesem Zusammenhang die Eigenschaft Christi als „dem Sieger, dem Welteroberer, dem Ritter, dem Führer Eures jungen Lebens, dem Ihr Treue haltet“.
Das soldatische Christentum der abendländischen Tradition
Bereits in den ältesten Texten des Neuen Testaments sei das Christentum mit soldatischen Bildern beschrieben worden. Der hl. Apostel Paulus habe etwa das Kreuz Christi mit einem Tropaion bzw. mit einem Feldzeichen römischer und griechischer Armeen verglichen.
Von Paulus beginnend hätten die frühen Christen das christliche Leben mit dem Dienst des Soldaten verglichen, das für sie „Kriegsdienst für den König Christus“ gewesen sei. Von Beginn an hätten sich Christen als Soldaten in einem metaphysischen Krieg gegen nichtmenschliche Gegner bzw. gegen die Kräfte des Bösen verstanden. Rahner spricht von einer „heiligen Gewalt, die einmal das christliche Abendland, dieses Herz der Völker, durchpulst hat“.
Eine der ältesten überlieferten Formen der Taufe bzw. des Eintritts in das Christentum habe darin bestanden, dass der in den Dienst Christi eintretende Mensch sich in Richtung der aufgehenden Sonne gewandt und feierlich ausgesprochen habe: „Ich trete in dein Heer ein, o Christus.“4 Bereits Clemens von Alexandria (ca. 150-215) habe gesagt, dass es eine „herrliche Gefahr“ darstelle, „überzulaufen zur Front Gottes hin“.5
Die zeitlose Berufung des christlichen Mannes zum Rittertum
Aus dem oben beschriebenen Gedanken des Königtums Christi habe sich das christliche Rittertum entwickelt. Der Gründer des Jesuitenordens, der hl. Ignatius von Loyola, habe diesen Gedanken später weiterverfolgt und betont, dass Christus sich zu allen Zeiten seine kämpfende Gefolgschaft suche und seinen „Ruf des Königs“ an jene richte, die dafür in Frage kämen.
Das Erbe des abenländischen Rittertums sei zeitlos, weil es in jeder Generation Christen geben müsse, die zum kompromisslosen und kämpferischen Dienst an Gott und dem Nächsten bereit wären:
„Da nun aber das Werk der im Kreuzestod vollendeten Welterlösung sich durch alle Erdenzeiten hindurch entfalten muß, muß sich das Geheimnis der Überschwenglichkeit fortsetzen, muß es zu allen Zeiten Menschen geben, die das Großartige der in Christus uns geschenkten Liebe des Vaters mit einem großartigen Herzen erfassen können. Der Reiter Christus sucht Mitreiter, Mitstreiter, Mitsoldaten, Commilitones. Christus braucht Menschen, die Ritter sein wollen, Freie, Adelige, die die Erde unter sich haben, die jauchzend reiten können, die über das Gewöhnliche demütig erhaben sind, dienend und befehlend, anführend und als letzte das Kampffeld räumend. Menschen, die etwas ahnen von dem Sieg, der nur im Kreuz errungen wurde. Menschen, die wie eine Feldwache das Tropaion des Königs umstehen. […] Wer immer zu diesen Freunden, Mitstreitern und Mitknechten des Herrn gehören will: der ist ein Ritter. Eques Christi. Gehören wir zu ihnen?“6Sein Reich brauche dienstbereite Männer, die nach höchsten Dingen streben. Jeder christliche Mann müsse sich die Frage stellen, ob er in diesen Dienst eintreten wolle:
„Willst Du? Das ist der Ruf des Königs.“Hintergrund: Die Abwendung vom abendländischen Gedanken im modernen deutschen Katholizismus
Rahners Aufsatz beruht auf einem Vortrag, den er auf einer Veranstaltung des „Bund Neudeutschland“ hielt. Dieser ursprünglich elitäre Männerbund pflegte den abendländischen Gedanken und die Ideale des Rittertums in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und während der Herrschaft des Nationalsozialismus. Sein erklärtes Ziel war es, „einsatzfreudige Katholiken heranzubilden“, was dem Bund tatsächlich gelang, aus dem Widerstandskämpfer wie Alfred Delp oder Willi Graf hervorgingen. Seit den späten 1950er Jahren begannen sich in diesem Bund jedoch Kräfte durchzusetzen, die das abendländische Erbe ablehnten. Durch seinen Vortrag wollte Rahner diesen Auflösungserscheinungen entgegenwirken.
- Der Politikwissenschaftler Rolf Eilers hatte den inneren Verfall des Bundes in einer 1998 erschienenen Studie beschrieben.7 In den 1950er Jahren habe der Bund sich für einen Modernisierungskurs entschieden und einen „Abschied vom Rittertum“ und auch vom Prinzip des elitären Männerbundes vollzogen. Anstelle der Verteidigung des abendländischen Erbes habe von da an das „kritische Hinterfragen“ dieses Erbes im Vordergrund gestanden.
- Der Bund habe zudem seine „Offenheit“ betont, was praktisch dazu führte, dass die Anhänger radikaler utopischer Ideologien in ihm an Einfluss gewannen. Die abendländische Tradition sei von diesen radikalen Kräften, die sich zunehmend an marxistischer Ideologie orientiert hätten, als nicht offen genug abgelehnt worden.
- Anstelle von Lebensgestaltung nach dem Vorbild ritterlicher Ideale habe der Bund seit den 1960er Jahren vorwiegend politischen Aktivismus betrieben. Die Hochschulgruppen des Bundes hätten sich damals zunehmend in eine linksradikale Richtung entwickelt.
Quelle: https://bundsanktmichael.org/2019/01/11/hugo-rahner-das-unsterbliche-erbe-des-abendlaendischen-rittertums/
Mittwoch, 16. August 2017
2. Elternwallfahrt zu den Eltern der Allerseligsten Jungfrau Maria
Don Robert Chlada, Gran Ceremoniere, und Hw. P. Thomas Achatz, Kaplan der Münchner Kommende und derzeit Gast in Wien, bei der traditionellen Kräuterweihe zu Mariä Himmelfahrt.
Montag, 1. Mai 2017
Kommentar auf Radio Vatikan von Msgr. Joachim Schroedel zum Papstbesuch in Kairo
Msgr. Joachim Schroedel auf Radio Vatikan: Die Reden in Kairo waren Meilensteine
Samstag, 9. Mai 2015
Historischer Überblick und Dokumente
Im Jahre 2002 errichtete der Generalmagister Fr. Mariano Labarca Araya die Compagnia di Santa Maria della Mercede (Cavalieri della Mercede) und setzte Dr. don Luigo Lo Vecchio als ihren Governatore ein. Seit 2002 ist also die Compagnia di Santa Maria della Mercede als Hospitalorden vom Loskauf der Gefangenen (Ordine Ospitaliero per la Redenzione degli schiavi) eine dem Mercedarierorden angegliederte und voll anerkannte Laiengemeinschaft, der auch Priester als Seelsorger angehören können.
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| Decreto di ricognoscimento - Anerkennungsdekret der Compagnia di Santa Maria della Mercede durch den Mercedarierorden |
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| Darstellung der weltweiten "Mercedarischen Familie" |
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| Der Mercedarierorden ist nördlich der Alpen kaum bekannt. Ein Blick in das päpstliche Jahrbuch schafft Klarheit über die Legitimität des 800-Jahre alten Ordens. |
Siehe auch
http://www.odemih.com/ (Institutum Historicum Ordinis de Mercede)
http://www.kathpedia.com/index.php?title=Mercedarier
http://de.wikipedia.org/wiki/Mercedarier
Sonntag, 1. März 2015
Der hl. Serapion, der erste Märtyrer des Mercedarierordens, auf neuem Altarbild in der Karlskirche
Für uns Mercedarier ist dies ein Ereignis von besonderer Bedeutung. Nicht nur genießen wir seit vielen Jahren die Gastfreundschaft der Kreuzherren und halten unsere allmonatlichen Gebetstreffen in der Agneskapelle der Karlskirche ab, sondern ist auch die Darstellung des hl. Serapion, des ersten Märtyrers unseres Ordens, nördlich der Alpen eine absolute Rarität. Der hl. Serapion lebte Anfang des 13. Jahrhunderts für geraume Zeit in Wien, zur selben Zeit als sich auch die hl. Agnes in Wien aufhielt. Später ging der junge Serapion nach Spanien, wo er den hl. Petrus Nolascus kennenlernte und in dessen damals noch jungen Mercedarierorden eintrat. Im Jahre 1240 erlitt der hl. Serapion den Märtyrertod, als er sich in Nordafrika im Austausch für christliche Sklaven in die Gefangenschaft der muslimischen Mauren begab.
Die Angehörigen der Wiener Kommende der Ritter des Mercedarierordens (Compagnia di Santa Maria della Mercede) nahmen auf Einladung des Kreuzherrenordens im Ordensgewand an der Bildsegnung teil.
Hier die Bildbeschreibung durch den Meister selbst:
Samstag, 13. Dezember 2014
Alljährliche Erneuerung der Weihe an die Unbefleckte Empfängnis
Wir Mercedarier sind als marianische Ordensgemeinschaft der Muttergottes auf besondere Weise verbunden. Die Wiener Kommende der Ritter des Mercedarierordens erneuert daher jedes Jahr ihre Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens in der Oktav des Hochfestes von Mariä Empfängnis, so auch heuer wieder, diesmal in der Tullner Minoritenkirche.
Montag, 30. Juni 2014
Montag, 18. November 2013
Im Lichte der Geschichte
Im Jahr 2015 werden wir das 10. Jubiläum unserer Kommende feiern; im Jahre 2018 das 800jährige Bestehen unseres Ordens. Im Jahre 2007 behauptete der damalige Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Erich Leitenberger, öffentlich, dass es sich bei der Wiener Kommende der Mercedarierritter (Compagnia di Santa Maria della Mercede oder Cavalieri della Mercede) um einen "falschen Mercedarierorden" handle. So musste die Ordenskongregation im Vatikan auf Nachfrage von kath.net die Feststellung treffen, dass der Mercedarierorden päpstlich anerkannt ist und dass die Ritter des Mercedarierordens ein ordentlicher Laienzweig des Ordens sind. Weiters wird bestätigt, dass die Errichtung der Wiener Kommende der Ritter des Mercedarierordens durch den Mercedarierorden der Erzdiözese Wien ordentlich gemeldet wurde und dass der Erhalt dieser Meldung durch die Erzdiözese Wien bestätigt wurde:
Der Mercedarier-Orden ist definitiv römisch-katholisch. Das hat der Vatikan am Montag in einer Stellungnahme gegenüber KATH.NET nach einer Anfrage ausdrücklich bestätigt. In einer KATH.NET vorliegenden schriftlichen Stellungnahme der vatikanische Ordenskongregation vom 31. Januar 2007 heißt es wörtlich: „Wie auch aus dem Päpstlichen Jahrbuch ersichtlich ist, wurden die Mercedarier 1218 als Orden gegründet und 1235 approbiert als Ordo B. Mariae Virginis de Mercede. Seit 1960 zählen die Mercedarier zu den Bettelorden. Gegenwärtig ist P. Tolu Giovanno der Großmeister dieses Ordens. Das Generalat befindet sich in Rom. Dem Orden ist ein privater Laienverein angeschlossen, die Compagnia di Santa Maria della Mercede.“
Der ursprüngliche Anlass für die Diskussion um den Mercedarier-Orden waren die FPÖ-interne Streitigkeiten zwischen H. C. Strache und Ewald Stadler sowie in die Öffentlichkeit gelangte Fotos. Auf einem der Fotos ist Ewald Stadler im Ordensgewand bei einer Veranstaltung des Mercedarier-Orden zu sehen. Für Erich Leitenberger, Pressesprecher der Erzdiözese Wien und Chefredakteur der "kathpress", handelte es sich bei dem im Internet präsentierten Orden um einen "falschen Mercedarier-Orden", der "mit der katholischen Kirche sicher nichts zu tun hat". Der Orden sei „illegal“. Leitenberger behauptete weiters, dass es in Österreich seit 1782 keinen „Mercedarier“-Orden mehr gäbe und dass die „Mercedarier“ außerdem kein Ritterorden seien. "Es gibt eine Fülle von selbstgegründeten Ritterorden, die nicht kirchlich anerkannt sind. Es gibt leider zu jedem katholischen Orden eine illegale Zweitausgabe, so auch bei den Maltesern oder Grabesrittern“, meinte Leitenberger, der diesen Fall als eine „Sache der "Lefebvre-Anhänger“ einstufte.
Der Mercedarier-Orden kritisierte daraufhin die Aussagen von Leitenberger und betonte, dass seine Behauptungen "jeder Grundlage" entbehren. "Die Mitglieder der Wiener Mercedarierkommende wurden in Rom vom Generalmagister (Generaloberen) des Mercedarierordens, P. Giovannino Tolu, in die dem Orden angegliederte Laiengemeinschaft "Compagnia di S. Maria della Mercede" aufgenommen und haben die Erzdiözese Wien davon in Kenntnis gesetzt. Das Erzbischöfliche Ordinariat bestätigte den Erhalt dieser Mitteilung."
http://kath.net/news/15909
Donnerstag, 14. November 2013
Gran Consilio, 9. November 2013
Freitag, 11. Oktober 2013
Geschichte des Mercedarierordens auf dem YouTube-Kanal der Ordens
http://www.youtube.com/user/Mercedarian
Im folgenden Interview spricht Fr. Joseph Eddy O. de M. über die Geschichte unseres Ordens und erwähnt auch, dass wir ursprünglich 1218 als "military order", also als militärischer bzw. Ritterorden gegründet wurden, bevor wir im frühen 17. Jh. ein Mendikanten- also Bettelorden wurden. (ab Min. 05:20)
Die Langform des Ordensnamens auf Englisch lautet Order of the Blessed Virgin Mary of Mercy for the Redemption of Captive Christians, die Kurzform: Order of Mercy oder nur Mercedarians.
Interessant ist auch was Fr. Joseph über den Wappenschild (vier rote Längsstreifen auf goldenem Grund, also das Wappen von Aragon, darüber das weiße Kreuz der Kathedrale von Barcelona, beides gekrönt von der aragonesischen Königskrone) sagt: Durch das Wappen des Königs genossen die Mercedarier einen gewissen Schutz, wenn sie sich im (muslimischen) Feindesland aufhielten, um Gefangene und Sklaven freizukaufen. Ein Angriff auf sie wäre als Kriegserklärung gegen die Krone von Aragon gewertet worden.
Sonntag, 6. Oktober 2013
Feier des Patroziniums des Mercedarierordens
Montag, 2. September 2013
Die "alte Messe" in der Karlskirche

St. Karl Borromäus
Kreuzherrengasse 1
1040 Wien
S. Stephanus, Confessor
2. September 2013 19:00 - St. Karl, Wien IV
Choralamt in der Karlskirche
es singt die Schola Medicea
Orgel: Roman Chlada
B. M. V. de Rosario
7. Oktober 2013 19:00 - St. Karl, Wien IV
Choralamt in der Karlskirche
es singt die Schola Medicea
Orgel: Roman Chlada
S. Carolus Borromaeus, Confessor & Episcopus
4. November 2013 19:00 - St. Karl, Wien IV
Bischofs-Hochamt in der Karlskirche
musikalische Leitung und Orgel: Roman Chlada
S. Bibiana, Virgo & Martyr
2. Dezember 2013 19:00 - St. Karl, Wien IV
Choralamt in der Karlskirche
es singt die Schola Medicea
Orgel: Roman Chlada
Sonntag, 25. August 2013
Festtag des sel. Markus von Aviano
Samstag, 17. Dezember 2011
Erneuerung der Immakulata-Weihe
Samstag, 24. September 2011
24. September, Patroziniumsfest des Mercedarierordens

Dienstag, 5. Juli 2011
Das 3-Säulen-Programm: Gebet, Gebet, Gebet
Dankbar können wir im nunmehr siebenten Jahr unseres Bestehens sagen, dass das regelmäßige gemeinsame Gebet zu einem fixen und unverzichtbaren Bestandteil unseres Gemeinschaftslebens geworden ist. Zunächst an wechselnden Orten, seit Frühjahr 2011 aber in der Wiener Karlskirche, treffen sich die Angehörigen und Freunde der Wiener Mercedarierkommende zur gemeinsamen Feier des heiligen Messopfers. Im Anschluss an die heilige Messe beten wir in der Agneskapelle der Karlskirche die Vesper des Marienoffiziums und die Lauretanische Litanei.
Für die feierliche musikalische Umrahmung der Gottesdienst sorgt unser Mitbruder Cav. Roman Chlada, der sich mit seinen Ensembles der Pflege der alten Kirchenmusik verschrieben hat. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Website http://www.romanchlada.com/
Die nächsten Termine in der Karlskirche sind:
S. Laurentius Iustinianus
5. viiii. 2011
19:00 - St. Karl, Wien iiii
Choralamt in der Karlskirche
es singt die Schola Medicea
Orgel: Roman Chlada
S. Franciscus Borgia
10. x. 2011
19:00 - St. Karl, Wien iiii
Choralamt in der Karlskirche
es singt die Schola Medicea
Orgel: Roman Chlada
Requiem
7. xi. 2011
19:00 - St. Karl, Wien iiii
5-Herren-Amt in der Karlskirche
gesungen wird die Missa pro defunctis a 6 vocibus von Tomas Luis de Victoria (Madrid 1605)
musikalische Leitung und Orgel: Roman Chlada
Feria in Adventu
5. xii. 2011
19:00 - St. Karl, Wien iiii
Choralamt in der Karlskirche
es singt die Schola Medicea
Orgel: Roman Chlada
Freitag, 24. Dezember 2010
Weihnachten im Koran
Kommentar von Cav. Dr. Christoph Heger, Mercedarierkommende St. Albertus Magnus zu Köln
Liebe Freunde,
Zum bevorstehenden Weihnachtsfest soll einmal ein friedlicher, ein weihnachtlicher Ton angeschlagen werden. Natürlich nicht in dem Sinne, daß man sich jetzt um des lieben Friedens willen über die im Bezug auf westliches Demokratiesystem latent verfassungsfeindlichen Seiten des Islams belügen dürfte! Vielmehr in dem Sinne, daß verschüttete christliche Fundamente dieser Religion einmal in den Blick kommen sollen.
Betrachten Sie dazu die Sure 97 des Korans. Rudi Paret, zu Lebzeiten oft als Nestor der deutschen Arabistik bezeichnet, hat eine Übersetzung des Korans vorgelegt, die philologische Treue und Genauigkeit mit der Absicht verbinden will, den Koran im traditionellen islamischen Verständnis zu übersetzen. Da aber mindestens ein Fünftel des Korans als arabischer Text unverständlich ist, geht das vielfach nur, indem Paret erklärende Zusätze einschiebt, die nicht vom arabischen Text gedeckt sind, auf Zweifelhaftes in Kommentaren hinweist und, wo es gar nicht anders geht, das arabische Wort in Klammern hinzufügt. Die Sure 97 übersetzt er so:
Sure 97
Die Bestimmung
Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes.
1 Wir haben ihn (d.h. den Koran) in der Nacht der Bestimmung hinabgesandt.
2 Aber wie kannst du wissen, was die Nacht der Bestimmung ist?
3 Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.
4 Die Engel und der Geist kommen in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn hinab, lauter Logos(wesen).
5 Sie ist (voller) Heil (und Segen), bis die Morgenröte sichtbar wird (wörtlich: aufgeht).
Paret folgt also dem verbreiteten islamischen Verständnis, daß in der hier gefeierten Nacht der Koran „herabgesandt“ worden sei – obwohl doch andererseits die islamische Ursprungslegende behauptet, daß der Koran stückweise, über mehr als zwei Jahrzehnte verteilt „auf den Propheten herabgekommen“ sei.
Nun hat jedoch schon der bedeutende britische Koranforscher und -übersetzer Richard Bell (1876-1952) die Vermutung ausgesprochen, daß Sure 97 in irgendeiner Weise mit einem christlichen Text über die Nacht der Geburt Jesu Christi in Verbindung steht. Der genialische Orientalist, Altertumsforscher und Theologe Günter Lüling (* 1928) konnte in seinem Buch „Über den Ur-Qur’an“, Erlangen 1974, mit textkritischen Methoden zeigen, daß Sure 97 selber ein strophischer (christlicher) Hymnus auf die Geburt des Erlösers ist. Christoph Luxenberg, Autor von „Die syro-aramäische Lesart des Koran. Ein Beitrag zur Entzifferung der Koransprache“, Berlin 2000, bestätigte das mit der Aufdeckung des syro-aramäischen Substrats bislang nicht verstandener Textteile. Er schlug folgende Übersetzung vor:
Sure 97
Die Schicksalsbestimmung (des Geburtssterns)
Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes.
1. Wir haben ihn (= den Jesusknaben) in der Nacht der Schicksalsbestimmung (des Geburtssterns) herabkommen lassen.
2. Was weißt du, was die Nacht der Schicksalsbestimmung ist?
3. Die Nacht (= die Nokturn) der Schicksalsbestimmung ist gnadenreicher als tausend Vigilien.
4. Die Engel, vom Geiste (begleitet), bringen darin mit Erlaubnis ihres Herrn allerlei Hymnen herab.
5. Friede ist sie bis zum Anbruch der Morgendämmerung.
und vermutete, daß Sure 97 als Einleitung zu einer Weihnachtsliturgie der christlichen Araber gedient habe.
Luxenbergs philologische Beweisführung, darunter eine gewisse Bestätigung aus der islamischen Traditionsliteratur, ist hier nachzulesen: http://www.phil.uni-sb.de/projekte/imprimatur/2003/imp030103.html
Was allen drei Gelehrten, Richard Bell, Günter Lüling und Christoph Luxenberg, nicht bekannt war, holte Michael Marx, der Leiter der Arbeitsstelle Corpus Coranicum der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, aus der Vergessenheit hervor: Schon die christlichen Araber (oder allgemeiner: Orientalen) des Mittelalters wußten, daß Sure 97 ursprünglich von Weihnachten spricht. Das beweist eindeutig die sogenannte „christliche Bahira-Legende“, also die christliche Fassung der berühmten Legende vom Mönch Bahira. Von dieser Legende gibt es nämlich zwei Versionen:
§ In der islamischen begegnet Mohammed in seiner Jugend dem Einsiedler Bahira, als er mit einer mekkanischen Karawane nach Syrien reist, die an der Klause des Mönchs Rast einlegt. Der Einsiedler, der in den heiligen Schriften kundig ist, kann Mohammed anhand eines Mals an dessen Rücken (Siegel des Propheten) identifizieren als den künftigen Propheten, der auch in der Bibel angekündigt sei.
§ In der christlichen Fassung will der nestorianische Mönch Bahira unter den Arabern das Christentum verbreiten, begegnet Mohammed und wird dessen Lehrer. Nachts unterrichtet er Mohammed, der am Tage den Mekkanern Bahiras Lehre als göttliche Offenbarung verkündigt (vgl. Sure 16, Vers 103).
Der jüdische Gelehrte und spätere Politiker der Zionistischen Weltorganisation Richard Gottheil (1862-1936) hat die christliche Bahira-Legende in den Jahren 1898 bis 1903 in der Zeitschrift für Assyriologie und verwandte Gebiete veröffentlicht. In der (englischen Übersetzung von Gottheil dieser) Legende spricht der – Mohammed lehrende – Mönch Bahira von sich selbst:
»I wrote also. "I have caused it to come down in the night al-qadr. What tells thee what is the night al-qadr? The night al-qadr is better than a thousand months. In it the angels and the spirit came down according to the comrnand of their master. Everything is peace in it until the dawn will have arrived." I mean by this the great and holy night, in which the angels came down and announced to the shepherds the birth of our master the Redeemer in Bethlehem.«
Also
»Ich schrieb auch: "Ich habe es herabkommen lassen in der Nacht al-qadr. Was sagt dir ist die Nacht al-qadr? Die Nacht al-qadr ist besser als tausend Monate. In ihr kommen die Engel und der Geist herab gemäß dem Befehl ihres Meisters. Alles ist Friede in ihm, bis die Morgendämmerung kommt." Ich meine damit die große und heilige Nacht, in der die Engel herabstiegen und den Hirten die Geburt unseres Herrn, des Erlösers in Bethlehem verkündeten.«
Mehr dazu findet sich hier: http://www.christoph-heger.de/Textkritik_am_Koran.html
Was auch immer an der christlichen Bahira-Legende wahr ist oder nicht – sie zeigt: Christliche Orientalen wußten schon vor Jahrhunderten, daß Sure 97 ursprünglich ein christlicher Text war.
In diesem Sinne allerseits gesegnete Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr 2011!
Ihr Christoph Heger
Sonntag, 12. Dezember 2010
Wiener Kommende weiht sich der Immaculata
Man darf ruhig glauben, dass auch die Vorsehung ein bisschen mithalf, dass dieser bedeutende Schritt in der Entwicklung des geistlichen Lebens unserer Kommende, nach zweimaliger Terminverschiebung, ausgerechnet an einem Monatselften stattfinden durfte. An einem Elften, und zwar am 11. Februar 1858, erschien in Lourdes die Muttergottes der kleinen Bernadette. Ihre wichtigste Botschaft: Ich bin die Unbefleckte Empfängnis. Damit hatte die allerseligste Jungfrau selbst das am 8. Dezember 1854 von Papst Pius IX. in der Bulle "Ineffabilis Deus" (Der unbegreifliche Gott) verkündete Dogma von der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter bestätigt.
An diesem 11. Dezember 2011 nun hat der Komtur vom sel. Markus von Aviano, Abg. z. NR Mag. Ewald Stadler, in einem feierlichen Weiheakt, der vom Konventualprior, dem Hw. Herrn P. Florian Grafl FSSP geleitet wurde, die Wiener Kommende und alle ihre Angehörigen der ohne Erbünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria geweiht.
Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren, hat die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria in Fatima gesagt. Es gäbe keinen besseren Platz für die Ritter Unserer Lieben Frau vom Loskauf der Gefangenen, als am Unbefleckten Herzen ihrer Dienstherrin.
























