Sonntag, 30. August 2009

31. Oktober, Gedenktag des Hl. Raymundus Nonnatus



"O Gott, Du hast Deinen heiligen Bekenner Raimund durch seine Tätigkeit für die Befreiung Deiner Gläubigen aus der Gefangenschaft der Gottlosen bewunderungs-würdig gemacht; gewähre uns auf seine Fürsprache, daß wir, der Sündenfesseln entledigt, in Freiheit vollbringen, was Dir wohlgefällig ist. Durch unsern Herrn Jesus Christus ..."
(Kirchengebet am Festtag des hl. Raymund Nonnatus)

Raymund Nonnatus kam 1200 oder 1204 im katalonischen Portello zur Welt. Raymund entstammte einer vornehmen, doch wenig wohlhabenden Familie. Seine Mutter starb während der Geburt, Raymund kam durch Kaiserschnitt zur Welt. So ist der Heilige also nicht geboren worden, lateinisch non natus. Daher stammt sein Beiname „Nonnatus“.

Der Vater hätte seinen Sohn gern am Hofe der Könige von Aragon gesehen, doch als Raymund die Neigung zum geistlichen Leben zeigte, wies der Vater ihm einen Gutshof zur Verwaltung zu. Aber auch dies brachte den Heiligen nicht von seiner Berufung ab, so daß der Vater endlich nachgab.

In Barcelona wurde der hl. Raymund Nonnatus in den seit 1218 bestehenden Mercedarierorden aufgenommen. Das Ordensgewand empfing er aus der Hand des hl. Petrus Nolascus. - Von 1224 an war Raymund ständiger Begleiter des Ordensgründers.

1226 begab sich der hl. Raymund Nonnatus unter die spanischen Mauren, um Gefangene loszukaufen, und drei Jahre später zu demselben Zweck in diejenige nordafrikanische Landschaft, die zur Zeit der Römer Numidien genannt worden war und ungefähr dem heutigen Algerien entspricht.

Raymunds Vorbilder waren die heiligen Mercedarier Petrus Nolascus und Serapion . - Dem aus England stammenden hl. Serapion wurde später, im Jahre 1240, wegen seiner Missionierung von Mohammedanern während des Loskaufes von Gefangenen zu Algier am Kreuz hangend Glied um Glied abgehackt. Er ist der Erstmartyrer der Mercedarier.

1231 reiste der hl. Raymund nach Tunis, der Hauptstadt der Hafsiden (1229 - 1574), die das Gebiet des heutigen Ostalgerien, Tunesien und des libyschen Tripolitanien beherrschten. In der Stadt Tunis regierte zu jener Zeit Jahja I. (1229 - 1249). Der hl. Raymund Nonnatus war eifrig tätig für die Befreiung von Gefangenen aus Nordafrika. Schließlich begab er sich selbst in Gefangenschaft, um Sklaven auszulösen, die leiblich oder geistlich zu Grunde zu gehen drohten.

Der Sklave Raymund predigte nicht nur seinen Mitgefangenen. Er führte als Missionär in Ketten auch einige Berber zum Glauben. Daraufhin wurde der Heilige in Algier zum Tode verurteilt. Raymund sollte gepfählt werden. - Da man allerdings gleichzeitig ein Lösegeld für ihn zu erhalten suchte, wurde er zur Bastonade begnadigt, bei der die Füße des Heiligen durch Stockschläge grausam zerfleischt wurden.

St. Raymund fuhr dennoch fort, die Heilsbotschaft zu verkünden. Daraufhin durchbohrte man auf dem Marktplatz Algiers die Lippen des Heiligen mit glühendem Eisen und brachte dann ein Vorhängeschloß an seinem Mund an, das nur kurzzeitig entfernt wurde, um die Aufnahme von Nahrung zu ermöglichen. Außerdem wurde er in den Kerker geworfen.

Nach achtmonatiger Haft gelang es dem Mercedarier-Orden, den Heiligen freizukaufen. Als Raymund sich nicht von den gefangenen Christen Nordafrikas fortbegeben wollte, befahl ihm der Ordensobere die Heimkehr. 1239 erreichte Raymundus Nonnatus Barcelona. - Er war als Nachfolger des hl. Petrus Nolascus vorgesehen, der den Orden bis zu seinem Tod 1249 leitete. Papst Gregor IX. (1227 - 1241) jedoch ernannte den hl. Raymund Nonnatus zum Kardinal und rief ihn nach Rom. Gerade erst sechs Meilen war Raymund entfernt von Barcelona, da befiel ihn ein heftiges Fieber. Der Heilige vermochte nicht, seine Reise fortzusetzen und starb am 31. August 1240 zu Cardona in Katalonien.
www.mercedarier.org

Samstag, 15. August 2009

Gedenktag des seligen Markus von Aviano



Die Mitglieder und Freunde der Wiener Mercedarierkommende zum Seligen Markus von Aviano begingen auch dieses Jahr den Gedenktag ihres Kommendenpatrons sehr feierlich. In der Kapuzinerkirche im ersten Wiener Gemeindebezirk wurde am rechten Seitenaltar über dem Grab des seligen Kapuzinerpaters die heilige Messe gefeiert. Anschließend sangen die Ritter das obligate gemeinsame Salve Regina.
Zusätzlich zu den regelmäßigen Gebetstreffen einmal im Monat, wo gemeinsam die heilige Messe gefeiert sowie der Rosenkranz und die Marienvesper des Officium Parvum gebetet werden, ist der Gedenktag des Kommendenpatrons am 13. August ein weiteres Fixum im vom Gebet betonten Leben der Kommende.



Dass eine Wiener Kommende an so einem Tag aber auch noch anders zu feiern weiß, liegt auf der Hand. Im Augustinerkeller ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Es lebe der Befreier Wiens!

Mehr zur Kommende und ihrem Patron auf http://www.mercedarier.at/komm_smda/komm_smda.htm

Samstag, 11. Juli 2009

Patrozinium der Prandtauerkirche


Am 19. Juli findet um 09.30 Uhr das Hochamt zum Patrozinium der Prandtauerkirche in St. Pölten statt. Die Kirche ist Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel geweiht. Im Zuge des Gottesdienstes finden auch wieder Aufnahmen in die Skapulierbruderschaft und Auflegungen des Karmelskapuliers statt. Ordinarium: Pilgermesse aus Kremsier (17. Jhdt.)

Bei Schönwetter wird ein Mittagessen im Sakristeihof zum Preis von 8 Euro angeboten. Damit unterstützen Sie die Kirchenrenovierung bzw. die Orgelanschaffung.
Die Anmeldungen für die Mitglieder und Freunde der Mercedarierkommende zum Sel. Marco d'Aviano erfolgen gesammelt über den Hospitalier. Bitte bis 14. 7. eine E-Mail an den Hospitalier zu senden, oder anzurufen, falls die Nummer bekannt ist.

Montag, 13. April 2009

AIDS in Afrika - Kondom ist nicht die Lösung

Im "Neuen Forum Geist und Leben" ist über die AIDS-Problematik in Afrika zu lesen:

http://www.leben-im-geist.de/wordpress/?p=620

Wir wissen längst, dass Kondome weder sicher sind, noch zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Sexualität beitragen. Im Gegenteil: Kondome verleiten zu Promiskuität und Ausschweifung. Überall dort, wo Kondome als Allheilmittel großflächig beworben und verteilt werden, steigt die Rate der Neuinfizierungen mit HIV oder AIDS. Überall dort jedoch, wo nach der katholische Lehre gelebt wird, sinkt die Zahl der Neuinfizierten stetig. Welche Medien berichten die Wahrheit?

Freitag, 6. Februar 2009

Solidarität mit Papst Benedikt!!!

Schließen wir uns hiermit der weltweiten Solidaritätsbewegung mit dem Heiligen Vater an!

Unterstützungserklärungen für den Papst JETZT unterschreiben.
Die Linken und die Spalter sind sehr laut und ihnen gehören die Medien. Machen wir trotzdem, was wir können, um ihn zu unterstützen.
Also neben dem Gebet: Unterschreiben!

http://www.ja-zu-benedikt.net/
und ....

English: http://en.gloria.tv/?video=zmpd2hcrc4vqfmjlh8w6
Deutsch: http://de.gloria.tv/?video=iq2zbdhadbstaywlaet9
Español: http://es.gloria.tv/?video=h4gej4jiofhutemg1kul
Français: http://fr.gloria.tv/?video=wpg7aihpjhiumkeqprvm
Italiano: http://it.gloria.tv/?video=lkyc1k2erpieflulyqjs
Nederlands: http://nl.gloria.tv/?video=jlcif9hrxcxrolyt3ud0
Polski : http://pl.gloria.tv/?video=ztl6zwuonjvkyuaxtldn
Português http://pt.gloria.tv/?video=sgwey3ssz1yha6js0gli

Freitag, 2. Januar 2009

2. Januar 1492: Rückeroberung Granadas - Ende der Reconquista .... Gedanken zum Neuen Jahr


Mit der Kapitulation des letzten Sultans von Granada, Boabdil, vor dem Heer der Katholischen Könige Ferdinand von Aragón und Isabella von Kastilien endet die maurische Herrschaft auf der iberischen Halbinsel endgültig. Dieses Datum gilt gemeinhin als das Ende der Reconquista, an der auch wir Mercedarier starken Anteil hatten.
Heute findet eine umgekehrte Reconquista statt. Der Islam greift immer mehr Platz in Europa, weil das Christentum als Religion immer mehr an Bedeutung verliert. Jedes Vakuum will gefüllt werden. Physik, keine wirre Prophetie. Die Stärke des alten Europa war sein christlicher Glaube. Heute haben wir keine Kraft und keinen Selbstbehauptungswillen mehr. Im Gegenteil: Das einzige was unsere Kultur noch retten könnte, nämlich die klassische kinderreiche Familie, ist von den führenden Denkern und Meinungsmachern Europas als nicht mehr taugliches Lebensmodell in die Mottenkiste abgeschoben worden. Stattdessen ist familien- und kinderfeindliches Gender-Mainstreaming, ich sage: Gender-Wahn, auf allen geisteswissenschaftlichen Lehrplänen Pflicht. Klingt trist, ist auch trist. Menschen und Gruppen, die sich diesem Kultur- und Glaubensverlust entgegenstellen, werden vom heutigen Establishment als reaktionär eingestuft. Greifbares Indiz selbstmörderischer Massenpsychose im ehemals christlichen Abendland. Als Angehörige einer solchen konservativen katholischen und romtreuen Gruppierung waren wir Ritter des Mercedarierordens bereits oftmals Ziel von Unverständnis, Kritik, ja Anfeindung. Geradezu eine Auszeichnung, von einem Establishment verachtet zu werden, das seine moralischen Werte dem Individualismus, dem Relativismus und der Beliebigkeit geopfert hat.

Eliten gegen den Zeitgeist, Stachel im faulen Fleisch der sich selbst verwirklichenden Egoistenmassen. Gegen die Versklavung durch Unglauben und systematisierte Sünde. Sichtbares Zeichen gegen etabliertes Neuheidentum. Christliches Rittertum ist heute wieder hochaktuell.

Vive le Roi! Dieu le Roi!
Muttergottes vom Loskauf der Gefangenen, bitte für uns!

Dienstag, 9. Dezember 2008

Freitag, 28. November 2008

Beginnende Strukturelle Gewalt gegen Christen in Europa



Auf dem Blog Glaube-Hoffnung-Liebe macht man sich, angeregt durch obiges aufrüttelndes Video, Gedanken über die "beginnende strukturelle Gewalt gegen Christen".

Der Terror der "Gleichbehandler" ist unerträglich.

Sie haben es geschafft, das Perverse als Normal, und das Normale als Pervers hinzustellen.

Denken wir mal über folgendes nach: Wenn jemand eine unnatürlich irrationale Angst vor etwas hat, also eine (Vorstufe zur?) Angstneurose, dann heißt das Phobie. Also zum Beispiel Spinnenphobie, Agarophobie (Platzangst), Klaustrophie (Raumangst) usw. usf. Nun sind aber Spinnen und Platz etwas ganz Natürliches und Normales und die übertriebene Angst davor ist unnatürlich und abnormal, krankhaft sozusagen. Die Schwulenlobby hat nun aber geschafft, den Begriff der "HOMOPHOBIE" einzuführen, also die Angst vor den Homosexuellen oder dem Homosexuellsein. Sie haben für ihren speziellen Fall ein ganzes Begriffssystem umgekrempelt und durch den neuen Begriff der Homophobie schleichend die Homosexualität als etwas Normales eingeführt, während die Abneigung davor als abnormal im weitesten Sinne als krankhaft qualifiziert wird.

DAS IST PERVERSION (also wörtlich UMKEHRUNG) von Begriffen.

Was passiert, wenn die Begriffe umgedeutet werden und nichts mehr seine natürlich Ordnung hat? Irgendwo habe ich das in einem sehr unerfreulichen Zusammenhang gelesen, aber leider verdrängt, wo das war.

Interessant, was alles geht, wenn man Medien, Politik, Kunst und Kulturszene unterwandert hat. Lobbyarbeit vom Feinsten. Man schafft einfach neue Begriffswelten (und in weiterer Folge Gesetzeslagen) und prangert alle, die nicht mitspielen als Reaktionäre, und im schlimmsten Falle als Gesetzesbrecher an. Das Bekenntnis zu den moralischen Gesetzen unserer Religion, die sowohl gottgegeben als auch, unabhängig davon, auf dem Naturrecht beruhen, ist drauf und dran, mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

So dramatisch es klingt, aber wir befinden uns bereits mitten in einer kalten Christenverfolgung, mit Tendenz in Richtung offener Konfrontation. Und, wie wir seit Paulus wissen: Christenverfolgung ist immer auch Gottesverfolgung. "Saul, Saul, warum verfolgst du MICH?" hat der Herr den jüdischen Christenverfolger Saulus gefragt. Apg 9,4

Mittwoch, 26. November 2008

Katholische Journalisten gewaltsam an Berichterstattung gehindert



Offensichtlich gewaltbereite Autonome und Linke veranstalteten eine angemeldete Demo "gegen Gewalt" bei der es in erster Linie um Frauenrechte und vorallem um das "Frauenrecht auf Abtreibung" ging.
Zwei Leute von Gloria.tv, darunter ein Priester in Talar, wollten über die Veranstaltung berichten und dabei filmen. Die Demonstranten attackierten die beiden Journalisten und beschimpften sie unter anderem als Faschisten. Die Polizei empfahl den beiden Journalisten, wegzugehen, da sonst die Gewalt nicht mehr kontrollierbar wäre. Die Exekutive, darunter auch Teile der Antiterroreinheit WEGA, wollten um jeden Preis eine Eskalation verhindern, also mussten die friedlichen Journalisten vor den gewaltbereiten Demonstranten weichen.

Es wäre interessant, was passieren würde, wenn sich Passanten spontan dazu entschließen würden, für die katholischen Journalisten argumentativ Partei zu ergreifen. Vielleicht würden sich manche Menschen auch spontan dazu entschließen, einen katholischen Priester und eine junge Frau, die auf offener Straße von gewaltbereiten Linken angepöbelt und angegriffen werden, zu verteidigen. ...

Ich jedenfalls habe als Privatmensch und Katholik großes Interesse daran, dass ein katholisches Medium in Österreich ungehindert seine Arbeit tun kann. Vorschläge zu dem Thema sind sehr willkommen. Vielen Dank im Voraus.

Freitag, 14. November 2008

Die Silberne Rose 2008 für Prinzessin Alessandra Borghese

Benjamino Sorbera di Corbera, Ewald Stadler, Alessandra Borghese

Im Rahmen des Generalkapitels 2008 der Cavalieri della Mercede in Rom stand neben der Pilgerfahrt zum Grab des hl. Apostels Paulus und der Sklaverei-Konferenz bei Radio Vatikan noch ein dritter großer Punkt auf dem Programm: Die Verleihung der Silbernen Rose 2008.

Auf Vorschlag der Jury bestehend aus den Devotionsdamen Donna Barbara Marletta Anastasi, Donna Maria Di Naso Fariselli und Donna Presentazion Nunez Fernandez, wurde der Preis für dieses Jahr der Fürstin Alessandra Borghese zuerkannt. Der Grund für die Wahl war "das öffentliche kraftvolle und leidenschaftliche Zeugnis für den Glauben und die christliche Nächstenliebe" der bekennend katholischen Autorin und Journalistin Alessandra Borghese. Der Festakt fand im Rahmen eines Empfanges im römischen Palazzo Brancaccio statt.

Alessandra Borgheses bekanntestes Buch im deutschen Sprachraum trägt den Titel "Mit neuen Augen - Mein Weg zum Glauben". Darin erzählt sie glaubhaft und eindrucksvoll ihren Weg von der Jetset-Prinzessin zur Bekehrung. Seitdem tritt Prinzessin Borghese immer wieder öffentlich für Glauben und Kirche auf. Ihre Bücher "In the Footsteps of Joseph Ratzinger" und "Lourdes" sind noch nicht auf deutsch erschienen.

St. Serapion, der erste Märtyrer des Mercedarierordens



Das Geburtsdatum des Heiligen liegt um 1179, seine Herkunft ist irisch. Er diente im Heer seines Königs Richard Löwenherz. Später, im Heer Leopold VI, des Herzogs von Österreich, ging er nach Spanien um mit dem christlichen Heer Alfons VIII gegen die mohammedanischen Besatzer zu kämpfen. Serapion blieb in Spanien um forthin in den Diensten des Königs von Kastillien gegen die Mohammedaner und für den katholischen Glauben zu kämpfen. Dort lernte er den hl. Petrus Nolascus und seine Gefährten kennen, die ebenfalls für den Glauben kämpften, jedoch nicht mit dem Schwert. Die Befreiung christlicher Sklaven von den Mauren, notfalls unter Opferung der eigenen Freiheit und des eigenen Lebens, das war der Weg der damals noch jungen Ordensgemeinschaft. Serapion war begeistert von dem Weg der bedingungslosen Liebe und Hingabe der Mercedarier und erbat 1222 den Eintritt in den Orden. Serapion war an zahlreichen erfolgreichen Befreiungsaktionen beteiligt. Schließlich bot er sich selbst als Geisel für eine Gruppe Gefangener an, die in Gefahr waren, in mohammedanischer Gefangenschaft ihren christlichen Glauben zu verlieren. Sein Gefährte, Berenguer de Bañeres, reiste zurück nach Barcelona, um das Lösegeld aufzutreiben. Trotz größter Bemühungen des Ordensoberen Petrus Nolascus konnte das Lösegeld nicht innerhalb des vereinbarten Zeitraumes aufgebracht werden. Somit war Serapion zu einem grausamen Tod durch die Mauren verurteilt. Auf Befehl des Königs von Algier, Selin Benimarin, wurde Serapion auf ein x-förmiges Kreuz, dem Andreaskreuz gleich, genagelt und langsam zerstückelt. Die grausamen Mauren schenkten damit dem Mercedarierorden am 14. November 1240 ihren ersten Martyrer, dem noch viele folgen sollten.
Der Name Serapion ist griech.-hebr. und bedeutet "der Entflammte".

Montag, 10. November 2008

Pilger am Grab des hl. Apostels Paulus











Der Höhepunkt des heurigen Generalkapitels der Cavalieri della Mercede in Rom war der Besuch des Grabes des heiligen Apostels Paulus. Der hochwürdigste Abt Edmund Power O.S.B. empfing uns mit großer Freundlichkeit. Wir nahmen sowohl an der Vesper als auch an der anschließenden hl. Messe teil. Das Gebet am Grab des Apostels Paulus war für viele Ritter das ersehnte Ziel der Reise.

Bertone verteidigt Seligsprechungsprozess Pius XII.


Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone äußerte sich in einem Artikel für den 'Osservatore Romano' klar gegen jegliche Einmischung in den Seligsprechungsprozess von Papst Pius XII. Die falschen Anschuldigungen, der Papst hätte die Judenverfolgung der Nazis einfach schweigend hingenommen und nichts dagegen unternommen seien sowjetische Propaganda aus der Zeit des Kalten Krieges und historisch längst widerlegt. Bertone zitiert unter anderem Albert Einsteins Artikel in 'Time' von 1940: " Nur die Kirche hat es gewagt, sich der Kampagne Hitlers zur Unterdrückung der Wahrheit zu widersetzen."

Der Kardinal-Staatssekretär sprach sich weiters dagegen aus die Seligsprechung Pius XII. einzufrieren, bis die Archive über die Zeit seines Pontifikats geöffnet seien. Denn seit den siebziger Jahren lägen zwölf Bände mit Dokumenten über die Amtszeit Pius XII. vor. ("La Santa Sede nella Seconda Guerra Mondiale") Bertone sagte unter anderem, dass manche offenbar an der Geschichte nur Interesse hätten, wenn man sie als Waffe nutzen könne.
Quelle: kathpress

Sonntag, 9. November 2008

Cavalieri della Mercede veranstalten Internationale Konferenz zum Thema "Sklaverei des dritten Jahrtausends"







Am 6. November 2008 veranstalteten die Cavalieri della Mercede (Ritter des Mercedarierordens) in der Sala Marconi des Amtsgebäudes von Radio Vatikan die erste Internationale Konferenz zum Thema "Die Sklaverei des Dritten Jahrtausends: Migration und Ausbeutung". Vortragende waren Msgr. Guerino DiTora (Direktor der Caritas Rom), Prof. Daniela Pompei (Immigrationsbeauftragte der Communità di S. Egidio), P. Giovanni La Manna SJ (Direktor der Centro Astalli di Roma), P. Damaso Masabo O.de M. (Generalprokurator des Mercedarierordens), Dr. Don Luigi Lo Vecchio (Hochmeister der Cavalieri della Mercede) und Don Benjamino Corbera di Sorbera (Großkanzler der Cavalieri della Mercede).

Sonntag, 2. November 2008

Ewald Stadler, der Komtur der Wiener Kommende der Cavalieri della Mercede im Interview mit Gloria.tv

Drohender Genozid im Süd-Sudan



Aus dem SUDAN, wo der Mercedarierorden ein Waisenhaus für die Opfer von Bürgerkrieg und Sklavenhandel betreibt, gibt es neue schlechte Nachrichten. Bischof von Tombura-Yambio, Edward Kussula: "Im Schatten der Weltöffentlichkeit droht auch im Süd-Sudan ein Genozid." Der Bericht im Volltext: http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=241917

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Government is behaving like the Nazis, says Cardinal O'Brian



"Government is behaving like the Nazis - Die Regierung benimmt sich wie die Nazis"

Der Erzbischof von St. Andrews und Edingburgh, Keith Patrick Cardinal O'Brian, nimmt sich kein Blatt vor den Mund, ja er findet sogar Worte für einen Vergleich, der uns im deutschsprachigen Raum aufgrund unserer belasteten Vergangenheit wohl bloß erschauern läßt.

In einem offenen Brief an den britischen Premierminister Gordon Brown (Labour Partei) kritisiert Kardinal O'Brian in schärfsten Worten die neue britische Gesetzesvorlage, wonach menschliches Gewebe ohne Zustimmung der Spender entnommen und zur Züchtung von menschlichen Embryonen für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden soll. Auch die Kreuzung von menschlichem und tierischem Erbgut soll dann möglich sein.

Wir werden in den nächsten Tagen sehen, ob Gordon Brown sich durch den Alarmruf des streitbaren Kardinals aufrütteln lässt. Tatsache ist, dass es sich bei diesem Gesetz um einen Skandal handelt, der die Basis unseres gottgegebenen sittlichen Handlungsspielraums sprengt wie eine Atombombe.

Bei aller Tragik - es ist gut, wieder einmal einen Kirchenoberen in dieser Form Klartext reden zu hören. Vergelt's Gott, Kardinal O'Brian.

Der offene Brief im Originalwortlaut: http://spuc-director.blogspot.com/2008/10/government-is-behaving-like-nazis-says.html


Kritische Stimmen zu Kardinal O'Brians "Einmischungen" gibt es natürlich ebenfalls. Hier ein Beispiel: http://the-accidental-scientist.blogspot.com/2008/04/on-cardinal-obrians-right-to-reply.html

--JüKo--

Catholic Church Conservation: Austrian National Day

Es wird auch in der englischsprachigen katholischen Welt wahrgenommen, was der Rosenkranz-Sühnekreuzzug in unserer Heimat bewirkt hat. Katholisch eben.

Catholic Church Conservation: Austrian National Day

Sonntag, 26. Oktober 2008

In Österreich sagt man "Grüß Gott"! Gedanken zum Nationalfeiertag.

Hl. Römisches Reich Deutscher Nation (1410-1806)




Haus Österreich und Kaisertum Österreich (1686-1804-1869)



Österreich-Ungarn (1869-1915 bzw. 1918)


Staatswappen des katholischen Ständestaats 1934-38


Staatsflagge der Republik Österreich (seit 1945, einköpfiger Adler auch Staatswappen von 1919 bis 1934)

Nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages Österreichs mit den Signatarstaaten, den damaligen Besatzungsmächten Frankreich, Großbritannien, Sowjetunion und den Vereinigten Staaten von Amerika am 15. Mai 1955, erfolgte die Ratifizierung dieses Vertrages in jenen Ländern und der Abzug der fremden Besatzungstruppen wurde mit 25. Oktober 1955 abgeschlossen. Am folgenden Tag, am 26. Oktober beschloss der österreichische Nationalrat in Form eines Verfassungsgesetzes die immerwährende Neutralität. "Österreich ist frei!" hatte Außenminister Leopold Figl im Marmorsaal des Belvedere bewegt gesagt, bevor er den Vertrag vom Balkon aus der jubelnden Menschenmenge präsentierte. "Gott schütze Österreich!" hatte Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg gesagt, als er am 11. März 1938 "der Gewalt weichen" musste und zurücktrat, weil er "kein deutsches Blut vergießen" wollte. Am 12. März marschierte die deutsche Wehrmacht in Österreich ein. Damit endete die Souveränität unseres Landes und wurde de facto erst mit 26. Oktober 1955 voll wiederhergestellt. Daher ist es, nebenbei gesagt, auch völlig richtig und sehr verdienstvoll von Leopold Figl gewesen, die Erwähnung einer "Mitschuld" Österreichs am 2. Weltkrieg aus dem Staatsvertrag streichen zu lassen. Leider haben hier seit den 1990er Jahren österreichische "Staatsmänner" neueren Zuschnitts die Geschichte korrigiert und am internationalen Parkett salbungsvoll "Österreichs Mitschuld" beteuert.

Immer wieder war es Gottvertrauen und die Hilfe der Muttergottes, die uns Österreicher aus den schwierigsten Lagen geretten haben. Sei es die Seeschlacht gegen die Türken vor Lepanto im Jahre 1571, derer wir mit dem Rosenkranzfest am 7. Oktober gedenken, sei es der Sieg, wieder über die Türken, vor den Toren Wiens im Jahre 1683, dessen wir am Fest Mariä Namen am 12. September gedenken, oder sei es der glorreiche Rosenkranz-Kreuzzug des kriegsgedienten Wiener Franziskanerpaters Petrus Pavlicek, mit dem die Befreiung Österreichs von den Besatzungsmächten im Jahre 1955 "erbetet" wurde.

In diesem unserem Österreich sagt man seit jeher "Grüß Gott!". Ein Gruß der auf einfache und selbstverständliche Art die katholische Grundlage und Grundeinstellung unseres Landes und Volkes zum Ausdruck bringt. Dieses "Grüß Gott" ist Teil unserer katholischen Identität, des festen christlichen Bodens unserer Kultur. Klarerweise passt dieser Gruß jenen nicht, die unseren christlichen Fundamenten gegenüber feindlich eingestellt sind. Mein Großvater war einfacher österreichischer Gendarmeriebeamter, der nach dem Anschluss Österreichs an das damalige Deutschland, zwar mit schwerem Herzen ob des Verlustes seines geliebten Österreichs, aber doch mit Disziplin und innerer Haltung weiter seinen Dienst versah. Im Herzen blieb er immer Österreicher. Als er einmal zu oft im dienstlichen Telefon-Verkehr "Grüß Gott" statt "Heil Hitler" sagte, wurde er von einem Kollegen angeschwärzt. Seine Antwort in solchen Fällen war meistens "In Österreich sagt man Grüß Gott!". Mein Großvater wurde in der Folge über Nacht auf den Balkan zur Partisanenbekämpfung "strafversetzt". Er überlebte Kriegs- und Terrorhölle und auch die Kriegsgefangenschaft, aber seine Frau und seine Kinder mussten bis drei Jahre nach Kriegsende warten, bis er schließlich abgehärmt und ausgezehrt nach Hause kam.
Dieser so typisch österreichische Gruß hat für mich daher eine große Bedeutung. Es war nicht immer selbstverständlich, ihn gebrauchen zu dürfen.
Und heute, 63 Jahre nach dem Ende der Herrschaft der Nationalsozialisten und 53 Jahre nach Abschüttelung der Fremdbesatzung wird unser "Grüß Gott" wieder zum Thema: Es mehren sich die Stimmen, die im öffentlichen Bereich das "Grüß Gott" verbieten wollen. Die Kinder in den Schulen werden dem Vernehmen nach von "aufgeklärten und weltoffenen" Lehrern bereits darauf hingewiesen, dass man nicht "Grüß Gott" sondern "Guten Tag" sage, weil man die muslimischen Klassenkameraden nicht beleidigen dürfe. Wie lange wird noch das Kreuz in den Klassenzimmern und in öffentlichen Einrichtungen hängen dürfen?
Nicht die muslimischen Einwanderer sind hier das Problem, sondern die Aufgabe unserer christlichen Kultur in Europa. Man möchte verzweifelt rufen "Gott schütze Österreich!", "Gott schütze Europa!", denn das von Leopold Figl mit den Worten "Österreich ist frei!" eingeleutete Zeitalter ist meines Erachtens vorüber. Wem gehört denn eine Gesellschaft, die sich erfolgreich von Gott befreit hat? Jeder möge sich, je nach seinem Verständnis von der "unsichtbaren Welt", die Gott geschaffen hat, die Antwort selbst geben.

Mein Großvater hat für ein "Grüß Gott" zur Zeit des Nationalsozialismus viel riskiert, ich werde mir, und auch meinen Kindern, heute mein "Grüß Gott" nicht von politisch-korrekten Zeitgeistjüngern verbieten lassen .... heute, wo wir ja befreit von Diktatur und von Denk- und Redeverboten in Frieden und Freiheit leben ...

--JüKo-

Samstag, 25. Oktober 2008

Wer hat Angst vor Pius XII.?




Am 13. Februar 1945 ließ sich Israel Zolli, der Oberrabiner von Rom, taufen und nahm aus Dankbarkeit für den großen Einsatz des Heiligen Vaters Pius XII für die Verfolgten und Bedrängten insbesondere die Juden Roms und Italiens den Taufnamen des Papstes, Eugenio, an. Die römische Synagoge rief ein mehrtägiges Bussfasten aus, betrauerte ihren Oberrabbiner wie einen Verstorbenen und stieß ihn als Verräter aus der Gemeinde aus. Nicht nur für die Juden Roms war er von da an ein toter Mann. Israel Eugenio Zolli jedoch war bis zu seinem Tod durch Vorträge und Bücher bemüht, das Verhältnis zwischen Kirche und Synagoge zu verbessern und gründete eine Gesellschaft für christlich gewordene Juden. Quelle: http://www.haefely.info/lebensfreude_rabbi-zolli.htm
Über den großen Papst sagte Zolli, der wie wohl kein anderer genau beurteilen konnte, was Pius XII. während des Krieges geleistet hat:
"Kein Held der Geschichte hat ein tapfereres und stärker bekämpftes Heer als Pius XII. im Namen der Nächstenliebe ... Doch wer wird jemals erzählen, was er alles getan hat?"
Wie sehr sollte der bekehrte Jude Eugenio Zolli mit diesen Worten doch Recht behalten. Anscheinend war er ein guter Menschenkenner und ahnte bereits, was in bösen Hirnen möglich sein würde.
Der Hass, der Pius XII seitens der üblichen Kirchenfeinde entgegenschlägt, ist nicht verwunderlich. Dass aber auch viele Juden an jenem großen Papst, der sich so sehr für ihr Volk eingesetzt hat, nach seinem Tode kein gutes Haar lassen, ist für mich völlig unerklärbar. In der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hängt ein Bild des Heiligen Vaters neben Bildern der Auschwitz-Verbrechen und in der Erklärung zu dem Bild wird mehr oder weniger offen behauptet, der Papst hätte die Judenverfolgung unter Hitler geduldet. Jüdische Organisationen sprechen sich öffentlich gegen eine Seligsprechung aus. Der Heilige Vater lässt über einen Sprecher ausrichten, dass er sich weder von Protesten gegen noch von allzu großem Drängen für eine Seligsprechung, in seiner Entscheidung beeinflussen lassen werde. Gebe es Gott.
In den letzten Wochen geht mir immer öfter ein kerniger Satz von Bischof Kurt Krenn durch den Kopf: DIE LÜGNER SOLLEN DAS MAUL HALTEN!
... Gebe es Gott.
Tote können sich nicht verteidigen, aber wir Katholiken auf Erden können für die Wahrheit einstehen, und den Lügnern entgegentreten. Gebe uns Gott den Mut dazu. Der Gegenwind für bekennende Christen ist rauh und beißend kalt, und er hat sich seit 2000 Jahren nicht verändert.
Anne Catherine Simon stellt in ihrem Artikel "Tote können sich nicht verteidigen" in der "Presse" die Frage, warum sich niemand öffentlich gegen die Verunglimpfungen stellt. Sie beklagt das völlige Fehlen einer öffentlichen Diskussion, die wohl, angesichts der historischen Fakten, nur zu einer völligen Rehabilitierung Pius XII. führen muss. Wer weiß, wer vor einer solchen Rehabilitierung vielleicht Angst hat?
--JüKo--